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Zum Fliegen braucht man auch kleine Federn





















Kreta - das Reisetagebuch

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Ein Vorteil, wenn man ein altes Tagebuch überarbeitet, ist, man

kann einige Fakten recherchieren. Als ich Susanne von dem "Selbstmord" des Deutschlandwanderers erzählte, wurde ich unruhig und googelte:
"Michael Holzach (* 8. April 1947 in Heidelberg; † 21. April 1983 in Dortmund) war ein deutscher Journalist und Buchautor. Bekannt wurde er durch seinen Aussteigerbericht Deutschland umsonst - Zu Fuß und ohne Geld durch ein Wohlstandsland, in welchem er seine Erlebnisse auf den Landstraßen Deutschlands um 1980 wiedergibt. Er wandert mit seinem Hund Feldmann von Hamburg über das Ruhrgebiet bis Lindau, kehrt über München und entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze zurück nach Hamburg.
Im Frühjahr 1983 beginnen Vorarbeiten zur Verfilmung seines Reiseberichts. Während der Motivsuche an der Emscher in Dortmund rutscht sein Hund "Feldmann" an der betonierten Uferböschung aus und fällt in den Kanal. Holzach springt hinterher, wird aber von der starken Strömung mitgerissen und schlägt mit dem Kopf gegen einen Betonpfeiler. Holzach ertrinkt, sein Hund hingegen kann von der Feuerwehr gerettet werden."
Tscha, ich staunte nicht schlecht, welch üblen Nachreden ich damals auf den Leim gegangen war.



Mein Reisetagebuch

6. Tag - Zweiter Weihnachtsfeiertag

Carmen bringt mich zurück nach Ahausen. Ich belade mein Fahrrad und verabschiede mich von Gerhard; die anderen lassen sich gar nicht blicken. Auf geht's, zwar ein bisschen traurig, jedoch mehr froh. Meine Idee ist stärker als der Wunsch nach Zweisamkeit. Morgens im Bett packte mich schon die nackte Wut, als Carmen das fünfte Mal versucht, mich zum Dableiben zu überreden.

Starker Seitenwind, ein grauer Tag. Fußgänger begegnen mir, denen ich "Frohe Weihnacht" wünsche. Sie reagieren unterschiedlich, ein überraschtes "Danke", ein freudiges "Danke gleichfalls", starre Blicke geradeaus. Die Fahrt ist gut, Sitzfläche und Sattel vertragen sich besser, und nach drei Stunden stehe ich vor der Jugendherberge. Geschlossen! Ein junger Mann öffnet auf mein Klingeln, telefoniert mit dem Herbergsvater und gibt dessen abschlägigen Bescheid an mich weiter. Oh, so leicht gebe ich nicht auf: "Ich bin arm, arbeite für den Frieden, bin bedürfnislos, nur eine kleine trockene Ecke brauch' ich, schlafe auf der Erde". Das deutsche Regelwerk setzt sich durch. Nein! Traurig sage ich: "Dann setzen sie mich also vor die Tür". Jetzt schaut der Bursche doch etwas berührt drein, spürt seine wenig menschliche Haltung, murmelt ein: „Es tut mir leid“. "Nein", sage ich hart, "das stimmt nicht, es tut ihnen nicht leid". Wir gehen versöhnlich auseinander.

Zur Feier, als mein Buch fertig wurde, bekam ich ein Buch geschenkt, „Deutschland zu Fuß“, ein Mann wandert mit seinem Hund durch die Lande, landet in der Einsamkeit der Berge bei einem Sennhirten in einer Almhütte. Die Geschichte hatte mich doppelt berührt, seine Erlebnisse, und sein Motiv: er wollte ein Buch schreiben. Der junge Mann in der Herberge weiß mehr: „Der Typ hat hier in der Gegend gewohnt, wurde mit seinen Erlebnissen nicht fertig und hat sich umgebracht“. Etwas beginnt in mir zu wühlen, undefinierbar, nur eine Frage bleibt: darf man sich, als Wanderer verkleidet das Wohlwollen seiner Mitmenschen erschleichen?

Im Dorf komme ich an einer großen Kirche vorbei, die jedoch verschlossen ist. Vom Pastor weit und breit keine Spur. Vielleicht hätte er mir eine Privatunterkunft in seiner Gemeinde nachweisen können. Fahre einem Schild nach, das eine Pension offeriert und finde dabei das Kirchenbüro. Eine ältere Dame öffnet ihr Fenster, nimmt mein "Frohe Weihnachten" und schickt mich in das hintere Haus zum Pastor. Herr Sch. ist ein Supertyp, lässt mich meine Geschichte ausführlich erzählen, gibt mir Kaffe und Kuchen und das Sofa im Gemeindebüro, obwohl ihm das als nicht ausreichend erscheint. Aber ich bin glücklich, überglücklich, denn genau so stellte ich mir meinen Weg vor: ein hartes Lager inmitten menschlicher Wärme. "Sind sie auch ehrlich? Ich muss fragen, wegen der schlechten Erfahrungen". Ich versichere ihm meine ehrlichen Absichten, obwohl das die anderen sicher genauso taten, erzähle ihm aber fairerweise, dass ich nicht Mitglied einer Kirche bin, meinen eigenen Gott habe. Er murmelt nur: "Ja, ja, solche Götter gibt es viele", schwingt sich aufs Rad, bringt mich zur Kirche, drückt mir mit den Worten "der passt für alles" einen Schlüssel in die Hand. Dann bin ich alleine. Im Paradies: drei Sofas zur Auswahl, eine Küche, eine Toilette, eine Heizung, auf der ich meine pitschnass geschwitzten Sachen trockne. Ich bin sehr dankbar, schlinge die vier Stücke Kuchen in Rekordzeit hinunter, bin nicht satt, aber immer noch dankbar, probiere das schönste Sofa aus, lese ein paar Seiten, träume vor mich hin, bade in meinen Glücksgefühlen. Das armselig scheinende Leben tobt in meinem Herzen wie ein Wirbelsturm.


6. Tag - 27. Dezember 1988

Der Morgen beschert mir, kaum das ich aufgestanden bin eine bunte Gesellschaft. Der erste ist Helmut, der mir seine Geschichte erzählt. Er war todkrank, unheilbar, und nur der Glaube an Gott hat ihn gerettet. Er ist jetzt Marathonläufer, bringt sportliche Höchstleistung in seiner Altersklasse. Ein Wunder?

(Wie das mit einem „Flow“ funktioniert hatte ich schon erklärt. Nun denkt manch einer der besser über die Schöpfungsstruktur Informierten, warum ich für meine Recherche nicht den allgemeinen Informationsfundus benutze, der in besagten Kreisen „Omegapunkt“ genannt wird. Klar, grundsätzlich sind dort alle Informationen gespeichert – aber nicht alle sind verfügbar. Als Außenstehender kann man sich das dort waltende Prinzip so vorstellen, als sei am Ende eines Gangs ein Fenster, das erst sichtbar wird, nachdem man um ein paar Ecken gegangen ist. Warum das so ist? Es hat mit dem Ausblick zu tun, dass Voraussetzungen erfüllt sein müssen für eine bestimmte Art der dort existierenden Wahrnehmung.

Also, wer nun meint, er könne mit einem Flow alle Informations-kanäle öffnen, der irrt. Auch ich brauchte eine Zeit der Entwicklung, bis ich intuitiv motiviert war, mein altes, nicht öffentliches Tagebuch wieder zur Hand zu nehmen. Das ist eine der Freiheiten des Menschen, über sein persönliches Wissen verfügen zu können. Der Zeitpunkt kam, als ich mich mit dem Wunderheiler "Bruno Gröning" beschäftigte, oder besser, mit seinem Wesen beschäftigt wurde. Im weiteren Verlauf greife ich noch des öfteren auf seine Lehren zurück. will hier ich nur eine kurze Information einfügen, die sich auch in meine zentrales Thema „Glauben und Inspiration“ fügt.

Bruno sprach:
Ich gebe Ihnen zu wissen, wer eine Berechtigung auf Heilung hat: Eine Berechtigung hat der Mensch, der bereits den göttlichen Glauben in sich trägt und mit ihm gelebt hat. Eine Berechtigung hat ferner, wer den Glauben an unseren Herrgott, den Glauben an unseren himmlischen Vater verloren hat, aber jetzt wieder bereit ist, ihn in sich aufzunehmen, und ebenfalls bereit ist, mit ihm zu leben.
Wer empfängt und wer hat ein Recht auf Heilung? Ein Recht hat nur der, der den göttlichen Glauben in sich trägt. Ich gebe Ihnen zu wissen, dass Sie alle, so wie Sie hier und überall in dieser großen und göttlichen Welt leben, nur Kinder Gottes sind. Der alleinige Arzt, der Arzt aller Menschen, ist und bleibt unser Herrgott. Nur Er kann helfen. Er hilft aber nur dem Menschen, der den Weg zu Ihm gefunden hat oder aber bereit ist, den Weg anzutreten, den Glauben in sich aufzunehmen und mit ihm zu leben. Sie brauchen nicht an den kleinen Gröning zu glauben, aber Vertrauen müssen Sie mir entgegenbringen und dem Herrgott für Seine große Tat, für Seine große Macht, für Seine Herrlichkeit danken.
Vertraue und glaube - 
es hilft, es heilt die göttliche Kraft.
Meine Einstellung zu Bruno ist ambivalent. Einerseits hat er Recht, weil er viel Menschen heilte. Andererseits kann ich seinen Vorstellungen von Glauben nicht folgen.)


Schulleiter Klaus ist der nächste. Seine Bitte paßt auf meinen Weg. Er bemüht sich seit einiger Zeit erfolglos darum, eine freundschaftliche Beziehung mit einer russischen Schule bei Kiew aufzubauen: "Kannst du da mal in Moskau vorsprechen?" Ich schreib's auf, na klar mach ich das. Die alte Küsterin kommt, schüttelt mir die Hand, der Pastor kommt, fragt nach meinem Wohlbefinden, ein paar Kinder kommen - und ich muß weiter. Ein kleiner Stich an einer Stelle im Herzen, an der es noch viele Male während meiner Wanderschaft piksen wird. Licht und Schatten, Freud' und Leid in einer Mahlzeit. Alles erringen ist eben unmöglich, nur ist "fast Alles" viel besser als "fast Nichts".

Der Weg nach Celle führt durch die Lüneburger Heide, ein großes Naturschutzgebiet und zugleich ein großer Truppenübungsplatz. Kasernen, Stacheldraht, Panzer, plattgewalzte Landschaft, um Lebensqualität abzusichern; verdrehte Realität. Eine Bache, Wild-schweinmutter mit Kind, schaut mich interessiert an, senkt den Kopf, läßt ihre Hauer in der Morgensonne blitzen. Alles okay, Mädchen, schön ruhig bleiben, ich bin's doch nur, der friedliche Radler, sage ich beschwörend, jedoch bereit zu einem schnellen Antritt. Sie scheint es zu verstehen, bewahrt den Frieden.

Kurz vor Celle ist ein großes Blumengeschäft, deren Spezialität Orchideen sind. War hier als Orchideenfan Stammkunde, und zufällig arbeitet hier eine junge Frau, die zusammen mit ihrem Freund Vormieterin unseres Hauses war. Natürlich besuche ich sie, treffe dabei eine nette Dame aus Hamburg-Wohldorf, die sich sehr für mein Buch interessiert. Kann eine Übernachtung bei den Freunden vereinbaren. Beruhigt fahre ich zur Celleschen Zeitung, mache das Interview mit Herrn Wagner, ein netter Mensch. Über seine gefestigte Position zum Leben will er nicht sprechen, würgt die Unterhaltung ab mit "Ich akzeptiere sie, akzeptieren sie mich". Merkwürdig, was er dann noch sagt: "Ich werde sachlich und emotionslos berichten". Muss ein Reporter das erwähnen, der immer so berichtet? Egal, er wird’s schon machen, so oder so.

Immer wieder konfrontiert mich meine Geschichte mit dem Wesen von Synchronizität. Während ich in meinem alten Tagebuch stöbere, bearbeite ich auch einige Texte aus dem Buch „Die Prophezeiungen von Celestine“. Einen Abschnitt, der mit Energie zu tun hat, interessiert mich besonders, auch und gerade wegen des Freundeskreises, der sich um den geistigen Nachlass des Heilers scharte.

Der Unnahbare
Diese Personen sind in ihrer eigenen inneren Welt der ungelösten Konflikte, Ängste und Selbstzweifel gefangen. Unterbewusst sind sie der Ansicht, dass, wenn sie mysteriös oder über den Dingen stehend erscheinen, andere sie aus dieser Position erlösen werden. Oftmals einsam, sind sie auf Distanz bedacht, da sie fürchten, einen fremden Willen aufgedrängt zu bekommen oder in ihren Entscheidungen hinterfragt zu werden (so wie es die elterlichen Vernehmungsbeamten getan haben). Sie sind der Ansicht, alles selbst erledigen zu müssen, und bitten nicht um Hilfe. Sie beanspruchen viel Freiraum und vermeiden es oft, bindende Zugeständnisse zu machen. Als Kindern wurde ihnen häufig der Wunsch nach Unabhängigkeit und die Würdigung ihrer eigenen Identität verweigert.

Der Abend wird richtig gemütlich, leckeres Essen, ein Gläschen Wein, eine gute Unterhaltung mit guten Tips von Andre, wie dies und das mit meinem Buch besser gehen könnte. Ein frisch gemachtes Bett im kühlen Einzelzimmer, schlafen bei offenem Fenster, Ruhe ringsherum, wie ich es gerne mag. Und so schlafe ich wiederum einfach himmlisch.

7. Tag - 28. Dezember 1988 nach Hannover

Westercelle liegt auf meinem Weg, ein kleines Örtchen, wo Freunde aus der Zeit der letzten Ehe wohnen, einen kleinen Abstecher wert. Philip fertigt mich kurz und bündig an der Haustür ab, wie einen Hausierer, dem die Wanzen aus den Augen springen. Okay, alter Knabe, ich verstehe, meine Verflossene hat vom Standpunkt der weitaus besseren Hälfte unfeine Geschichten erzählt. Ist zwar rachsüchtig, aber normal. So ist das eben, der eine krallt sich die Freundschaften, der andere bekommt einen Platz im Feindbild.
Ich bin sehr glücklich, stabil glücklich, denn diese Fahrt ist ein Teil von mir. Meine Leistung, mein Tun entspricht den guten Absichten meiner Seele, die sich nun endlich offenbaren können. Passanten, die mir begegnen, strahle ich an und grüße freundlich. Ich bleibe gelassen dabei und das Echo meiner Umgebung beeindruckt mich nicht. Beim Radfahren ist viel Zeit, über dies und das nachzudenken.
Besonders meine Streckenplanung liegt mir am Herzen. Was ist vernünftig? Reizvoll wäre, die schönsten Strecken zu wählen, rational den kürzesten Weg zu fahren, oder den sichersten. Meine Vernunft fordert eine Strecke durch die größten Städte des Landes, weil ich hier am meisten bewegen kann, was Presse und Aufmerksamkeit angeht. Ich will mir ja keine Lusttour gönnen, sondern in harter Arbeit mein Vergnügen finden..
Ende des Radweges. Die Chaussee ist Hauptverkehrsstraße, viele Laster donnern dicht an mir vorüber, lassen mich zügig fahren, um dem Chaos möglichst schnell zu entgehen. Bewältige die ersten leichten aber langen Steigungen sehr gut. Eine tieffliegende Drossel kreuzt meinen Weg, kurz danach nebeln mich die Abgase eines Busses ein. Schade eigentlich, dass Drosseln sich nicht zur Personenbeförderung eignen.
Hannover begrüßt mich mit dem für Radfahrer miserabel ausgeschilderten Ortseingang nicht sehr freundlich. Fahre Richtung Centrum, dort wo ich die Zeitung vermute, lande außerhalb, muß ein paarmal fragen, bis ich mittendrin im Getümmel bin - um hier zu hören, dass sich die Redaktion weit außerhalb befindet. Ich lerne: Vermutungen bremsen das Vorwärtskommen. Das Interview läuft telefonisch, was mich unbehaglich stimmt, so ganz ohne die für mich wichtige menschliche Beziehung. Dann kommt der Fotograf, postiert mich am berühmten "Kröpke", ruck zuck klick klack, murmelt ein paar Worte von wegen viel Arbeit und verschwindet im Gewühl der Passanten; Profis am Werk.
Heute will ich eine Jugendherberge ausprobieren. Zuletzt schlief ich vor siebenundzwanzig Jahren auf einer Klassenreise in einer solchen; keine Ahnung also von dem, was da auf mich zukommt. Viele Ausländer wohnen hier, ein sozial funktionierendes Babel: Marokkaner, Spanier, Engländer, Japaner. Klaus, genannt "Stiefel" mit einer weiblichen Leichtathletikgruppe, zwei Jung-Göttinger auf Erlebnisreise, ein junges Mädchen, das gerade einen Job und eine Wohnung bekam. Sie ist der Star des Abends, lacht ob ihres Erfolgs, der sie fröhlich und glücklich stimmt. Ein kleiner Schritt mit nur wenig Substanz, der sie von der Depression zum Enthusiasmus führte. Ihr nächster Absturz scheint vorprogrammiert. Oh Gott, deine Kinder.
Die beiden Jugendlichen lassen sich auf eine Diskussion mit mir ein. Sie beurteilen die Umweltbedrohung gefährlicher als die ABC-Rüstung, argumentieren: "Es wird doch abgerüstet, und wenn wir die Natur nicht erhalten, zerstört sie uns". Gar kein schlechtes Argument, und sie hätten ganz Recht, wenn nicht die Natur etwas geduldiger wäre als die per Knopfdruck auslösbaren Vernichtungswaffen, die die Welt als Ganzes ohne zeitliche Vorwarnzeit unmittelbar zerstören können.
Zu sechst im Acht-Bett-Zimmer, unruhig schlafende, schnarchende und stinkende Mitbewohner lassen mich ahnen, dass ich noch viel lernen muß. Von den selbstverständlichen Ansprüchen meiner letzten Existenz ist noch einiges zu beseitigen.
Carmen hat sich telefonisch gemeldet, sie liebt mich, unterstützt mich, vertraut mir. Vielleicht fahre ich Sylvester mit dem Zug nach Hause, über den Jahreswechsel kann ich ohnehin nicht viel bewirken.

29. über Hildesheim n. Wernershöhe s 8 - 10
Die Nacht in der Herberge war unruhig verlaufen. Morgens nach dem Frühstück frage ich den Herbergsvater, was denn los war, um kein falsches Bild von der offensichtlich unfriedlichen Situation mitzunehmen. Er erklärt mir, die hysterisch brüllende Frau, die ihn durch die Halle geschubst hatte, sei seine Ehefrau gewesen, und der wie besessen an die Haustür hämmernde Zuspätkömmling hätte selber Schuld gehabt, daß er ihm eine gescheuert habe. Etwas merkwürdig, aber vielleicht gehören solche Ausfälle in dieser künstlichen Großfamilie zum normalen Alltag. Wir werden sehen, wie es in den anderen Herbergen zugeht. Ich soll jedenfalls seinem Kollegen in der Herberge Wernershöhe, meinem nächsten Übernachtungsziel, herzliche Grüße überbringen.

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