Zum Fliegen braucht man auch
kleine Federn

Wolfgang

Themen
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Politik

9. Mai 2010

In NRW sind heute Landtagswahlen.
Wer von den politischen Gestaltern gewinnt,
scheint eine Nebensache zu sein. Keiner und
nicht alle zusammen werden aktuelle und
kommende Probleme lösen KÖNNEN.
Warum?

Politik ist nicht meine Sache.
Die meiner Freunde auch nicht, ich kenne
nicht mal einen Politiker persönlich, und auch keinen Menschen, der einen Politiker kennt.
Über die vielen Jahre keinen einzigen.
Es ist für mich ein "menschliches" Problem.

Obwohl ich nicht politisch interessiert bin,
sind mir Gedanken zur Politik nicht fremd.
Ich wusste sehr genau, WARUM ich nicht
und niemals auf der politischen Ebene tätig ein
werde - und nicht tätig sein KANN. Man könnte es Fähigkeit oder Unfähigkeit nennen, was mich hindert.

Wenn ich in die Gesichter auf den Wahlplakaten
schaue, lächeln mich sehr nette Menschen an.
Jemand sagte kürzlich, Frau Kraft hätte
Falten, und die wären fotografisch entfernt
worden; ein Symptom des Problems. Auch wenn ein Wolf dem Schaf seine Zähne zeigt, könnte man meinen, er würde lächeln.

Wagen wir einen Blick auf den Kern, die Ursache gesellschaftlicher (und menschlicher) Symptome.
Napeleon antwortete auf die Frage nach dem Schicksal, die "Politik sei das Schicksal".
Wenn er Recht hat, sollte man ergänzend dazu sagen, dass die aktuelle Politkmache immer dem
grundsätzlichen "Wesen der Politik" entspringt.

Nun verbinden sich mit dem Wesen der Politik
auch nur Menschen mit einem entsprechenden Wesen - so wie nur Räuber sich mit dem Wesen
des Raubes vereinbaren, und vereinbaren KÖNNEN. Analytisch gesehen braucht man also nur einen genauen Blick auf Politiker werfen, um das Wesen der Politik zu beleuchten.

Warum die Politker auf der Ebene der Glaubensgemeinschaften agieren - von denen man sagt, sie seien das Problem, das sie vorgeben lösen zu wollen - findet eine sehr einfache Erklärung, wenn wir uns an die Falten von Frau Kraft erinnern und nach dem Wesen des Plakatlächelns fragen.

Politiker sollten Menschen sein, die sich um eine Volksgemeinschaft, um die Belange von Menschen kümmern und deren Probleme lösen oder erträglicher machen. Das ist eine humanitäre, eine soziale Aufgabe, die Charakter erfordert und ein hohes Maß an Empathie und Menschlichkeit.

Aber was für Wesen sind die Menschen, die sich in kaltherziger, verlogener Politik wohl fühlen? Nach meiner Einschätzung zeichnet sie alle - mehr oder weniger gut getarnt - eine Egozentrik aus. Es sind Ich-bezogene Menschen, die Karriere wollen, die Selbstdarstellung wollen, die vielleicht Macht brauchen aus eigener Ohnmacht, eben wie Egozentriker.

Wie soll ein Egozentriker sich nun um soziale Belange kümmern können - es ist unmöglich, beziehungsweise zeitigt es Ergebnisse, die man nicht mal unsozial nennen muss, sondern als "bereits im Ansatz falsch", so wie ein Fuchs niemals ein guter Berater für Hühner sein kann.

Viele Menschen, ja ganze Völker leiden unter dem Wesen und dem Geist der Politik. Vielleicht leiden sie mehr als unter den Folgen fataler Entscheidungen noch unter ihrer eigenen Ohnmacht, dem waltenden Wahnsinn etwas entgegen halten zu können und immer nur daran glauben können, das KLEINERE Übel zu wählen.

Im Grunde leiden sie eher unter den Folgen ihrer persönlichen Interessen und ihrer charakterlichen Schwäche.
Jeder bekommt, was er verdient?
Gibt es hier etwa eine Spur der Gerechtigkeit zu entdecken?

Nach meiner Auffassung lebt die Gesellschaft in einer Art Teufelskreis:
Das Volk wählt und kann sich nur "Herrscher" wählen, die mit buntfarbenen Methoden dafür sorgen, dass ihre (egozentrischen) persönlichen Interessen und ihre damit einher gehenden charakterlichen Schwächen eher verstärkt, als gemindert werden.

Macht kann nur von innen kommen.
Das ist der Schlüssel.
Wolfgang

„Napoleon war ein Naturereignis. Ihn einen großen Schlächter schmähen heißt nichts anderes,
als ein Erdbeben groben Unfug schelten oder ein Gewitter öffentliche Ruhestörung.“

Christian Morgenstern

„Napoleon – Die Revolution war fertig schon
da kam der große Napoleon
Die Bürger haben ihn als Kaiser eingesetzt
Denn sie waren die Herren jetzt.
Seine Marschälle waren Schankwirtssöhne
Seine Grenadiere bekamen gute Löhne
Seine gewaltige Artillerie
Schaffte Platz für die Industrie.
Die Völker Europas haben ihn vertrieben.
Ihre eigenen Fürsten sind ihnen geblieben.
Die haben den ganzen Gewinn gekriegt:
Die Schlechteren haben den Schlechten besiegt.“

Bertolt Brecht

Und ein paar "Worte" von Napeleon selber:

Die Gesellschaft braucht eine strenge Justiz;darin liegt die Humanität des Staates;alles andere ist Humanität der Opernbühne.

Religion ist das, was die Armen davon abhält,die Reichen umzubringen.

Ein Mensch wie ich pfeift auf das Lebeneiner Million Menschen.

Der wahre Heldenmut besteht darin,über das Elend des Lebens erhaben zu sein.

Die Deutschen haben sechs Monate Winter und sechs Monate keinen Sommer. Und das nennen sie Vaterland.

Wasser, Luft und Reinlichkeit
sind die Hauptartikel meines Arzneibuches.

Wer die Menschen ruinieren will,
braucht ihnen nur alles zu erlauben.

Es gibt Diebe, die nicht bestraft werden und einem doch das kostbarste stehlen: die Zeit.

Politik ist die Kunst,Gott so zu dienen,dass der Teufel darüber nicht böse wird.

Fürchte nicht die, die nicht mit dir übereinstimmen,sondern die, die nicht mit dir übereinstimmenund zu feige sind, es dir zu sagen.

Man kann keinen Eierkuchen backen,
ohne ein paar Eier zu zerschlagen.

Man kann den Dingen den ersten Anstoß geben,doch sie tragen dich davon.

Das sicherste Mittel, arm zu bleiben,ist, ein ehrlicher Mensch zu sein.

Der Zufall ist der einzig legitime Herrscher des Universums.

Die Liebe ist eine Dummheit, die zu zweit begangen wird.

"Na, was für ein Wesen hatte der Mensch Napoleon. Ein gütiges, herzliches, liebevolles? viel wichtiger der Blick auf die Zeit, die seinem Wesen die Macht übergab".

Susanne Startseite
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