Zum Fliegen braucht man auch
kleine Federn

Wolfgang

Themen
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Zwiebelkern

29. April 2010

Einige Tage haben es echt in sich - für mich war heute einer! Ich fotografierte ein bisschen, ich sprach mit den Tieren, irgendwie war Freude in mir, aber eher eine allgemeine heitere Gelassenheit. Klar, auf dem Weg zu Korte geht's mir ja immer gut, aber das war es heute nicht. Ich war arglos und stromerte durch Herne ohne Absicht, vielleicht wie ein Fluss auf dem Weg zum Meer. Thomas hatte Zeit, sich um mein Rad zu kümmern, Kleinigkeiten nur. Wichtig waren mir neue Lenkergriffe, die das Holpern besser abfangen sollen. Wie es seine Art ist, brauchte es Sekunden für eine Idee, und nun habe ich neue Griffe, und was für tolle; auch für meine Schaltung hatte er sofort die richtige Idee. Frank nahm sich die Zeit, um mir eine seiner "berühmten" Geschichten zu erzählen, nachdem ich erzählt hatte, dass mich fast ein Pferd überlaufen hätte. Ja, es gibt immer noch verrücktere Sachen.

Die Frage mit Ja zu beantworten, eben eine Currywurst zu essen, fiel mir leicht. Heute ein junger Mann, neu an der Bedienungsluke. Da saß ich dann auf einer Bank in der Herner Fussgängerzone, aß genüßlich, beobachtete die vorüber gehenden Menschen, die mir alle ziemlich fließend vorkamen - meine Aufmerksamkeit konnte sich nirgendwo einhaken. Der Himmel leicht bewölkt, sehr angenehm warm, ein Stille, die ich selten "höre". Die Bedienung wechselte, jetzt eine ältere Dame, mit der ich mich schon mal sehr nett unterhalten hatte; wir freuten uns beide, dabei hatte ich nur die Pappschale in den Mülleimer bringen wollen. Während wir sprachen, stellte sich ein Mann dazu. Was soll ich sagen, es geschehen Dinge zwischen Himmel und Erde, die sich der normalen Vorstellungskraft entziehen. Es scheint jedenfalls eine Art Anziehungskraft zu geben, die Richtiges oder Notwendiges oder Zweckmäßiges zusammen führt.

Kommen wir zum Thema
Man kann über dieses und jenes nachdenken. Es gibt überall Probleme, es gibt sehr viel mehr Mysteriöses auf der Welt, als man landläufig weiß, es gibt sehr viele Informationen zum System der Welt. Wer einmal mit dem Recherchieren anfängt, wer Spuren sucht und sie verfolgt, wer Rätsel lösen mag und einen Draht zum Wesen von Geheimnissen besitzt, hat viel zu tun. Nach meiner Einschätzung reicht ein Menschenleben nicht aus für das Suchen und Verarbeiten dessen, was die "Zeit" in den Tiefen ihres Schlunds erkennen und erahnen läßt. Eine Erfahrung konnte ich in den vielen Jahren meiner Wanderschaft klar erkennen:
Beim Suchen im Offensichtlichen, beim Stöbern in fast mundgerecht servierten Themen findet man nicht viel mehr als reine Beschäftigung und Ablenkungen vom eigentlichen Thema.

Das Thema finden
Da haben wir schon eine Sache am Haken, die mehr als reines Recherchieren und Kombinieren erfordert. Ich glaube, bei einer Erkenntnisreise braucht es vor allem den richtigen Ansatzpunkt:
Will man das Funktionieren des Systems durchschauen?
Will man wissen, was man mit der Masse Mensch an manipulativen Spielchen treibt?
Will man in die Gedankenwelt der mächtigen Weltgestalter einsteigen?
Ist man am politischen oder sozialen Aspekt interessiert, an Recht und Unrecht, orientiert an der geschichtlichen, religiösen oder philosphischen Ebene?
Das Thema ist gut, sehr gut versteckt. Aber besonders bei dieser "Kern"frage gilt: die Wahrheit (das Thema) ist dicht vor unserer Augen, so dicht, dass man es nicht sehen kann. Vielleicht findet man es mit Glück, aber das glaube ich eher nicht.

Auf der Entdeckungsreise durch die mysteriöse, geheimnisvolle Welt wird man schnell erfahren, dass hinter einem wissen A sich ein Wissen B, und hinter Wissen B ein Wissen C verbirgt. Das Suchen entwickelt sich, als wäre man beim Zwiebelnschälen. Ist ein nettes Spielchen, bei dem sehr starke Emotionen geweckt werden können - wenn man vom entsprechenden Standpunkt aus sucht. Man kann, echt, ganz doll wütend werden, wenn man bestimmte Machenschaften durchschaute. Aber wohin führt das? Ganz offensichtlich werden auf dieser Ebene starke intelligente Kräft gebunden, es werden Emotionen generiert und früher oder später landen die Suchenden in Sackgassen, fühlen sich ohnmächtig und hilfloser als vor dem Beginn ihrer Suche.

Laßt mich zwischendurch mal sagen, dass es einige "Zwiebeln" auf der Welt zu schälen gibt. Ich will nicht behaupten, sie würden wie Sauerbier angeboten werden, man findet sie aber ohne große Mühe. Im Grund hat es jeder Mensch mit mindestens einer "Zwiebel" zu tun, wobei viele, die ihre Informationen aus BILD, Fernsehen und Kneipe beziehen, damit beschäftigt sind, an der oberen Schale ein bisschen zu kratzen. Die wollen nicht wissen, sondern sprechen, und bei denen greift nicht einmal der Begriff Beschäftigungstherapie, weil sie nur auf den unteren Geist- und niederen Emotionsebenen agieren können. Uns interessiert hier, was der Geist wirklich will, der als Steuerung hinter (oder über) der Gestaltung von Entwicklungsteht. Und die Frage lautet: Welches ist die RICHTIGE Zwiebel.

Es muss jedenfalls eine sein, die einen Kern hat, einen Punkt, an dem das Schälen aufhört und ein Gesamtverständnis erscheint. Ja, das glaube ich ganz sicher: Es gibt ein zentrales Motiv für Entwicklung, dem sich alle Gestaltung zu unterwerfen hat, um das herum sich, wie die Schalen einer Zwiebel, alle Pläne und Programme logisch und in gewisser Weise auch vernünftig winden. Und auch, und das wollte ich damit ausdrücken, alle anderen "Zwiebeln" finden im Kern ihren Platz, ihre Berechtigung und ihre Erklärung.

Vielleicht diente meine Begegnung an der Wurstbude dem Zweck, DAS Eigentliche von Erkenntnisprozessen genauer zu erkennen und aufzuschreiben, für andere, die sich vielleicht in irgendeinem der Zwiebelkreise zu (neurotischen?) "Schälern" entwickelten - ohne es zu merken, wohl gemerkt. Ich merkte das oft genug auch nicht, wenn die Versuchung, Geheimnisse aufzudecken, mich ergriffen und gebannt hatte. Nun, mir war wohl das Glück hold, den "Kern" zu kennen, auch wenn ich ihn nicht erkannte - aber ich handelte danach.
Könnte sein, dass in nächster Zukunft einige der Mächtigen erkennen, vor welchen "Karren" sie sich spannen ließen und ihre Macht abgeben oder sie vernünftig einsetzen - müssen.
Glückauf!

Ein kleiner Tipp
Im Grunde ist die Suche nach Erkenntnis nicht zu verwechseln mit der Suche nach Wahrheit. Zwar wird man ohne das Aufdecken von fundamentalen Lügen kaum eine weitere Sicht als bis zum Tellerrand erreichen, aber Erkenntnis hat im Gegensatz zur Wahrheit immer einen im Vordergrund stehenden pragmatischen Teil.

Schöne Grüße nach Herne - immer wieder gerne!


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Von meinem Thema wusste ich rein gar nichts, als ich unterwegs ein paar Bilder machte - war eher ein Akt der Gewohnheit. Aber, und ich staunte eben auch nicht wenig, die Themen der Bilder passen.

Unerlässlich, sich den Dingen aus Liebe und mit reiner Freude zuzuwenden.

Schein und Sein auseinander halten ist auf "glattem Parkett" beinahe unmöglich - Lügen sind so plausibel, Lügen sind gesellschaftfähig - Oberflächliches ist das "Normale".

Manchmal braucht man die Geduld zu warten, bis eine "Ente" durch den Anschein schwimmt, manchmal muss man einen Stein zu Hilfe nehmen, oder einen Sturm entfachen, um das Feuer hinter dem Rauch sehen zu können; wo Rauch ist, IST Feuer.

Ist das nicht süß