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Zum Fliegen braucht man auch kleine Federn

Wolfgang

- 5 - Themen


Selbstwert

Das ist eine ziemlich alte Seite mit einem Layout, das ich mal nicht verändere, um eine kleine Erinnerung an unsere Entwicklungsschritte zu erhalten. Damals gab's noch kein Datum, keine weiße Trennlinie zwischen Titel und Text, aber vieles aus der Zeit - zum Beispiel unser Selbstwertgefühl - ist Heute nicht anders geworden.

Wikipedia:
Unter Selbstwert (auch: Eigenwert, Selbstwert- gefühl, Selbstvertrauen, Selbstachtung, Selbst- konzept) versteht die Psychologie den Eindruck oder die Bewertung, die man von sich selbst hat. Das kann sich auf die Persönlichkeit und die Fähigkeiten  des Individuums, die Erinnerungen an die Vergangenheit und das Ich- Empfinden oder auf das Selbstempfinden beziehen.

Äußere Faktoren können das Selbstvertrauen prägen, wenn bei bestimmten Anforderungen hinreichend objektive Gründe gegeben sind, wie zum Beispiel Methodenkompetenz, ausreichende Kenntnisse oder Erfahrungen, wiederholte Tätigkeiten in ähnlichen Situationen oder ähnliches.

Selbstwert ist darüber hinaus auch eine politisch- moralische Kategorie, die beispielsweise die Gewissheit begründet, in einer bestimmten Situation „im Recht“ zu sein, bzw. ein zustehendes Recht wahrzunehmen, einzufordern oder zu erstreiten.

Warum ich gerade diese Thema nicht auf die Reihe bekam? Ausreden gäb's eine Menge - jetzt ist es "dran".

Der Begriff Selbstwert sollte sich rational leicht erklären lassen, ja, wohl alle Menschen wissen, was das bedeutet. Oder?

Meine Schwierigkeiten über den Selbstwert zu schreiben, beginnen mit dem Begriff "Selbst". Was ist das Selbst? Etwas anderes als das "Ich"? Wenn man sich mit philosophischen Fragen beschäftigt, ist eine Klärung wichtig. Da sie allgemein bisher nicht erfolgen konnte, warum auch immer, biete ich hier meine Definition an:
Das Selbst ist ein Status, den ein Ich in Verbindung mit dem Anderen, dem Nicht-Ich, erlangt. Mein eigenes Selbst begründet sich auf meine gesellschaftliche Rolle und mein Verständnis vom Wesen der Gemeinschaft. Mein Ich erlebe ich als Fähigkeiten und die Freiheit, mir einen vernünftigen Rahmen für meine schöpferischen Tätigkeiten zu schaffen. Insgesamt ergibt mein Tun eine gewisse Bedeutung, die ich allerdings nicht bewerte, da ich alles so gut mache, wie ich es kann. Mein Anspruch ist, besser zu werden, und da mir das in einigen Bereichen gelingt, bedeutet mir das Erfolg und "Wert". Dazu sagen sollte ich, dass ich mich an meinen Möglichkeiten, und nicht an fremden Leistungen orientiere.






















Ich weiß nicht sicher, ob man ein Leben richtig oder falsch leben kann. Aber ein Leben kann nicht nur dann richtig sein, wenn man es perfekt im Sinne einer theoretischen oder gesellschaftlichen Idee lebt. Solch ein Leben gibt es eben nicht, weil in dem Sinne die Kritiker und Besserwisser auch kein perfektes Leben führen können. Perfekt kann nur ein Prozess des Werdens sein, und wenn ich mir dabei den Kritiker anschaue, kann er nur auf dem Weg zum perfekten Kritiker sein - seine Leistungen während der Entwicklung können also nur mehr oder weniger falsch sein. Im Prinzip geht es allen Menschen genauso. Meine Schlussfolgerung lautet: wenn der Entwicklungsweg oder auch nur die Entwicklung an sich richtig und notwendig ist, kann das Ergebnis nicht falsch sein - es MUSS auch richtig sein.






















Einen echten Selbstwert entwickeln ist schwer, ein Pseudo-Selbstwert entwickelt sich meiner Meinung nach durch das Gefühl von einem relativen Unwert. Er äußert sich zum Beispiel durch Narzissmus und Arroganz. Unwertgefühle entstehen durch Herabwürdigung, Missachtung und Bestrafungen. Kinder wissen davon ein Lied mit vielen Strophen zu singen, Erwachsene auch, wenn sie den klaren Blick zurück wagen. Jedenfalls wird Kindern das intuitive Verstehen der Welt langsam aber sicher abgewöhnt und ersetzt sich durch ein rationales Wissen-Lernen. Dabei weiß man, dass unser "Wissen" zu 80% falsch, manipuliert oder Lüge ist.






















Damit wären wir beim Abschnitt darüber, wie man zu einem gesunden, natürlichen Selbstwert (-gefühl) kommt. Meine Argumentation beginnt bei der Gestaltung des gesellschaftlichen Rahmens. Hier sehe ich, wie Menschen mit Methode(n) ihres natürlichen Selbstwertes beraubt werden. Dies geschieht zum Beispiel durch das Fernsehen und die Arbeit, es geschieht konkreter gesprochen durch eine Informationspolitik der Verunsicherung und Verwirrung, durch die nicht nur Stressfaktoren entstehen. Ich empfehle, sich aus diesem Prozess zurück zu ziehen, Ideen und die aktive Beteiligung daran zu verweigern, die offensichtlich für ein Funktionieren des Miteinanders kontraproduktiv sind. Und ich kenne viel Menschen, die das erfolgreich praktizierten, um - einfach glücklicher zu werden.























"Wiki" erklärt uns Selbstwert ja auch als "Eigenwert, Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen, Selbstachtung, Selbstkonzept". Im Grunde ist der Selbstwert ja etwas Abstraktes, über den man sich nicht einmal unterhalten brauchte, wenn alle Menschen sich gut (und wertvoll) fühlen würden; tun sie aber nicht.  Genau dort liegt das Problem, dass Menschen ihre Lebensleistungen nicht in ein Fühlen umsetzen können. Und ihr Verhalten entwickelt sich zunehmend in eine Richtung, die ich moralisch-ethisch als degeneriert bezeichnen möchte - so klar, damit das auch klar wird. Egozentrisches, ignorantes und gleichgültiges Verhalten haben Konjunktur, und auch depressive und aggressive Stimmungslagen zeigen sich mehr und mehr als Standard.























Die menschliche Kultur (bzw. des Menschen Kultivierung) im Sinne eines friedlichen und gerechten Miteinanders gebe ich persönlich nicht verloren. Alles wäre ja so einfach, wenn jeder nur das täte, was er von anderen erwartet, und das nicht tut, was ihm nicht getan werden soll. Es IST einfach, aber der Geist, der auf der Erde waltet, ist mächtig und bar jeden Gefühls. Er weiß allerdings nicht, dass er gerade wegen seiner Brutalität Menschen geradzu in den Selbstwert treiben wird. Vielleicht ist das auch seine Aufgabe - wer weiß!



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Es gibt zwei Hebel, um Menschen in Bewegung zu setzen:
Furcht und Eigennutz.
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"Grinsekatze," fragte Alice. "Würdest Du mir bitte sagen, welchen Weg ich einschlagen muß?"
"Das hängt in beträchtlichem Maße davon ab, wohin du gehen willst", antwortete die Katze.
"Oh, das ist mir ziemlich gleichgültig", sagte Alice.
"Dann ist es auch einerlei, welchen Weg du einschlägst", meinte die Katze.

Der natürliche Fehler des Kapitalismus ist die ungleichmäßige Verteilung des Wohlstands, während die natürliche Tugend des Sozialimus die gleichmäßige Verteilung des Elends ist.
Sir Winston Churchill

Es muss erst noch bewiesen werden, dass Intelligenz irgendeinen Vorteil für das Überleben bringt.
Arthur C. Clarke

Es ist wichtig, ein Ziel nie in Form von Tätigkeiten oder Methoden zu definieren. Es sollte immer direkt darauf bezogen sein, wie das Leben für alle besser sein kann. . . . Das Ziel des Systems muss jedem in diesem System klar sein. Das Ziel sollte Zukunftspläne enthalten. Das Ziel ist ein Werturteil.
Dr. W. Edwards Deming

Mein Ziel ist es, nicht eine Methode zu lehren, die jeder befolgen sollte, um seinen Verstand richtig einzusetzen, sondern nur zu offenbaren, wie ich versucht habe, meine eigene Vernunft walten zu lassen.
René Descartes

Leute, die ihren Privilegien mehr Wert beimessen als ihren Prinzipien, werden schnell beides verlieren.
Dwight David Eisenhower

Versuche nicht, ein erfolgreicher Mensch zu werden, sondern ein wertvoller Mensch.
Albert Einstein

und:
Der wahre Wert eines Menschen hängt davon ab, in welchem Maße er es geschafft hat, sich von sich selbst zu befreien.

und:
Man sollte sich davor hüten, jungen Leuten Erfolg in seiner üblichen Form als ersten Zweck des Lebens zu predigen. Die wichtigste Motivation für Arbeit in der Schule und im Leben ist die Freude an der Arbeit, die Freude am Resultat und das Wissen um den Wert, den dieses resultat für die Gemeinschaft besitzt.

Reichtum besteht nicht darin, viel Besitztümer anzuhäufen, sondern vielmehr darin, wenige Bedürfnisse zu haben.
Epicurus

Ich denke, dass der Großteil des Elends der Menschheit dieser durch eine falsche Einschätzung des Wertes von Dingen entstanden ist.
Benjamin Franklin

Man kann einem Menschan nicht alles beibringen; man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu entdecken.
Galileo Galilei

Die Erde liefert genug, um die Bedürfnisse, aber nicht die Gier aller Menschen zu befriedigen.
Mahatma Gandhi

Es ist nicht genug, zu wissen, man muß auch anwenden; es ist nicht genug, zu wollen, man muß auch tun.
Johann Wolfgang von Goethe

Verstehen, was richtig ist und es nicht tun, ist ein zeichen für fehlenden Mut.
Konfuzius