Zum Fliegen braucht man auch
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Ausstellung in Witten

   Landschaftsverband Westfalen-Lippe

Um das Thema weiter zu erhellen, hier ein paar Worte über Germaine Greer

Für die Generation, die Ende der 60er Jahre von der Studenten- in die Frauenbewegung überging, bleibt Germaine Greers The Female Eunuch (1970; Der weibliche Eunuch) einer der klassischen Texte der »zweiten Welle« des Feminismus. In diesem Erstlingswerk und in späteren Texten (Wechseljahre, 1991; Die ganze Frau, 1999) schreibt Greer bewusst polemisch und nicht immer konsequent für und gegen Frauen.

Ihre persönlichen Erfahrungen in Indien und Afrika nahm sie in Die heimliche Kastration (1984) zum Anlass, nicht nur Forscher, Mediziner und Psychologen, sondern auch die Frauen der westlichen Industrienationen anzugreifen, die nicht einmal wüssten, was ihr Slogan von der »Schwesterlichkeit« bedeutet und sich weiter im Konsumrausch ergingen, während um sie herum die Armut weltweit feminisiert werde. Die privilegierte und immer noch kastrierte Frau in Amerika und Europa lasse sich auf der Basis ungenügender Informationen über ihre Physiologie und Psychologie für jede Lebensphase Anabolika verschreiben, ob zur Geburtenregelung oder als Hormonersatztherapie. Noch katastrophaler sei die Wirkung dieser Medikamente, wenn sie wegen einer vermeintlichen »Bevölkerungsexplosion« von gewinnorientierten multinationalen Pharmafirmen und Bürokratien an Frauen in der dritten Welt verteilt würden.

In ihren späteren Werken betont sie die Mütterlichkeit, die Matrilokalität anderer Kulturen und die Wichtigkeit von Frauenfreundschaften jeder Art, besonders im Alter

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Ruhrgebiet

Hercules-Austellung auf Zeche Nachtigall

"Hercules - Vom Olymp ins Ruhrtal" heißt eine neue Ausstellung, die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) vom 30. Mai bis 14. November 2010 in seinem Industriemuseum Zeche Nachtigall in Witten zeigt. Ausgangspunkt ist der Tiefbauschacht der Zeche, der 1840 nach dem griechischen Helden benannt wurde. In der Schau, die begleitend zur Kulturhauptstadt- Ausstellung "Helden. Von der Sehnsucht nach dem Besonderen" in der Henrichshütte Hattingen läuft, geht es aber nicht nur um den antiken Heros. Sein ruhmreicher Name musste über Jahrhunderte für vieles herhalten, was mit Kraft und Tatendrang zu tun hat: Dampfschiffe und Fahrräder heißen Herkules, Bodybuilder und Olympia-Sieger wurden mit dem antiken Vorbild auf eine Stufe gestellt. Davon wird in der Wittener Ausstellung die Rede sein.

Wittener Helden gesucht!
Um den Reigen zu komplettieren, sucht das LWL- Industriemuseum auch "Wittener Helden", die eine Herkules- Aufgabe erledigt haben oder einfach nur Vorbild für andere sind. Auch sie sollen einen Platz in der Ausstellung finden.
"Wer ist Ihr Held? Wir sind gespannt auf Ihre Bilder, Gegenstände oder Erinnerungen. Schicken Sie uns ihre Geschichten", bittet Dr. Anne Kugler-Mühlhofer vom LWL- Industriemuseum.



Eine lokale Heldin, deren Taten in der Region und darüber hinaus noch immer in Ehren gehalten we...

Kontakt und Info:
LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall
Stichwort Helden
Nachtigallstraße 35
58452 Witten
Tel. 02302 93664-0
zeche-nachtigall@lwl.org


Auszug aus Wiki:
Am 3. Juni 1847 heiratete sie Friedrich Anneke und das Paar ließ sich in Köln nieder. Dort wurden sie bald zum Mittelpunkt eines kommunistisch-ästhetischen Zirkels, aus dem später der Kölner Arbeiterverein entstand. Durch ihren Ehemann kam Mathilde Franziska Anneke nun mit der Tagespolitik in Berührung. Mathilde lernte Karl Marx und Friedrich Engels kennen. Auch konnte sie Kontakte zu Georg Herwegh und Ferdinand Lassalle knüpfen. Über ersteren lernte sie auch den Maikäferbund kennen. Die Annekes waren eng mit Moses Hess befreundet, der später der Vater des politischen Zionismus werden sollte.

Als Fritz Anneke am 3. Juli 1848 verhaftet wurde, gründete Mathilde in Köln die Neue Kölnische Zeitung, deren erste Ausgabe am 10. September erschien, aber bald der Zensur zum Opfer fiel. Mathilde Franziska versuchte sie unter dem tarnenden Titel Frauenzeitung (erste Ausgabe am 27. September) fortzuführen, doch auch diese musste ihr Erscheinen nach der dritten Ausgabe ein- stellen. Als Karl Marx 1849 aus Köln ausgewiesen wurde und seine Neue Rheinische Zeitung verboten wurde, empfahl er in seiner letzten Ausgabe seinen Lesern die Lektüre der Anneke-Publikation. Mathilde Franziska brachte am 21. Juli 1848 ihren Sohn Fritz zur Welt. Am 23. Dezember 1848 wurde ihr Ehemann in einem aufsehenerregenden Prozess in Berlin freigesprochen.