Zum Fliegen braucht man auch
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Gegen Alkohol am Steuer

Führerschein-Peerprojekt macht Schule
Musterbeipiel Gelsenkirchen:
LWL und Jugendamt Hamm klären junge Autofahrer auf


Münster/Hamm (lwl). Langsam macht es (Fahr-)Schule: Das Gleichaltrigen-Projekt des Landschaftsverbandes Westfalen- Lippe (LWL) klärt jetzt auch in Hamm junge Führerschein- Anwärter über Gefahren von Alkoholkonsum und Rausch am Lenkrad auf. Hamm ist nach Gelsenkirchen die zweite westfälische Großstadt, die gemeinsam mit der LWL- Koordinationsstelle Sucht bei jugendlichen Promillesündern und bei den berüchtigten Disko-Unfällen gegensteuern will.

"Junge Menschen können die Situation junger Fahrschüler besser einschätzen und werden von ihnen auch besser akzeptiert als die Fahrlehrer selbst", erklärt LWL- Koordinationsstellenleiter Wolfgang Rometsch den Peer- (Gleichaltrigen-)Ansatz. Darum haben das Hammer Jugendamt und der LWL zehn engagierte Jugendliche angesprochen und ausgebildet. Der Fahrlehrerverband und die örtliche Straßenverkehrsbehörde fädelten sich ebenfalls in die Projektidee ein. Und nun gehen die eigens qualifizierten jungen Menschen in Fahrschulen, um direkt am automobilen Lernort über Alkohol und Fahrtüchtigkeit zu informieren und zu diskutieren.

In Gelsenkirchen war 2008 ein gleichartiges Projekt mit sieben solcher Fahrschul-Peers gestartet. Sie haben dort inzwischen in zwölf Fahrschulen und deren Filialen während 30 Info- Einsätzen à 90 Minuten knapp 500 Fahrschüler im Alter von 17 bis 26 Jahren für die Risiken berauschten Fahrens sensibilisiert. Messbarer Erfolg laut Wolfgang Rometsch: "In Gelsenkirchen ist die Zahl der Verkehrsunfälle in dieser Altersgruppe im Jahr 2009 um 5,6 Prozent zurückgegangen. Nicht nur wegen unseres Projekts ist darüber hinaus bemerkenswert, dass sich die registrierten Fälle von Drogen und Alkohol am Steuer in der Revierstadt um 35 Prozent auf 109 im vergangenen Jahr vermindert haben."

Die LWL-Koordinationsstelle Sucht bietet interessierten Kommunen und Kreisen Information und Beratung unter

Tel. 0251/591 5994 (Marion Hölscher) oder ma.hoelscher@lwl.org.



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