Zum Fliegen braucht man auch
kleine Federn

Unser Ruhrgebiet

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"Fremde - Feinde - Freunde"

    Fremd(e) im Revier!?
Ruhr 2010
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Die Ausstellung „Bochum – das fremde und das eigene“ ist Teil des für das Kulturhauptstadtjahr entwickelten Kooperationsprojektes der Archive des Ruhrgebiets, das inzwischen von der Ruhr2010 GmbH angenommen wurde. Unter dem Obertitel

„Fremd(e) im Revier“

bereiten die Archive dezentrale Ausstellungen vor, die im Laufe des Jahres 2010 zu unterschiedlichen Zeitpunkten eröffnen. Die Bochumer ist ein Ankerpunkt des Projektes. Hier findet im April 2010 die zentrale Eröffnung statt.


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Ruhrgebiet

Franzosen in Bottrop und im Land an Emscher und Lippe
vom 16. bis 21. Jahrhundert"


Teil von "Fremd(e) im Revier!?" Ein Projekt der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010

9. Mai bis 11. Juli 2010


Im Rahmen des dezentral angelegten Ausstellungsprojektes der Ruhrgebietsarchive „Fremd(e) im Revier!?“ für das Kulturhauptstadtjahr 2010 zeigt das Stadtarchiv Bottrop in Zusammenarbeit mit dem Museum für Ur- und Ortsgeschichte eine Ausstellung, die über 400 Jahre zurück blickt auf die Geschichte der Franzosen im Land an Emscher und Lippe.

Die umfangreiche Ausstellung dokumentiert vor dem Hintergrund bekannter weltgeschichtlicher Ereignisse die lokalen Begebenheiten in Bottrop, dem Vest Recklinghausen und den angrenzenden Gebieten. In zahlreichen Dokumenten finden sich die Spuren der Franzosen im heutigen Ruhrgebiet. Sie sind häufig - aber nicht nur - mit kriegerischen Auseinandersetzungen in den vergangenen Jahrhunderten verbunden, gipfelnd in dem Versuch der Neuordnung Europas durch Napoleon.
Zeitgenössische Chroniken, Tagebücher und Briefe, zum Teil erstmals zu sehen, ergeben ein lebendiges Bild der Zeit. So handelt die Ausstellung nicht von den entscheidenden Schlachten des Siebenjährigen Krieges, sondern sie versucht den Alltag und das Schicksal der Menschen in Szene zu setzen. Spuren des Lebens der französischen Revolutionsflüchtlinge in den Dörfern und Städten Westfalens finden sich in Ratsprotokollen, Rapporten, Kirchenbüchern und Briefen. Bis heute wirken sie nach, die Einflüsse der Napoleonischen Ära, die den Abschluss des ersten Teils der Ausstellung bildet, der im Museumszentrum Quadrat zu sehen sein wird.

Fortgesetzt wird der Rückblick im Kulturzentrum 'August Everding'. Die Industrialisierung des Ruhrgebietes ist Anlass für den Zuzug französischer Arbeiter, Ingenieure und Bergwerksgründer in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Eine Folge des I. Weltkrieges ist die französisch/belgische Ruhrbesetzung von 1923-1925. Nach dem II. Weltkrieg, in dem Franzosen zur Zwangsarbeit in unsere Region verschleppt wurden, beginnt endlich ein neues Kapitel der Beziehungen. Aus Fremden und Feinden werden Freunde. Aus deutsch-französischen Freundschaften entwickeln sich Städtepartnerschaften im geeinten Europa.

Zur

Eröffnung


im Kammerkonzertsaal, Kulturzentrum August Everding, am

Sonntag, den 9. Mai 2010, 11 Uhr

werden Bernd Tischler, Oberbürgermeister der Stadt Bottrop, und Dr. Hans Udo Thormann, Egon Bremer Stiftung, die Anwesenden begrüßen. Professor Dr. Wilfried Reininghaus, Präsident des Landesarchivs NRW, hält den Festvortrag. Der Städtische Kinder- und Jugendchor Bottrop unter der Leitung von Mechthild Gathmann begleitet die Veranstaltung musikalisch.

Im Anschluss findet ein Bustransfer zum Quadrat statt zu einer Führung durch den dortigen Ausstellungsteil.

Veranstaltungsorte:
Kulturzentrum 'August Everding' und im Josef Albers Museum Quadrat Bottrop zu sehen.
Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag 9 – 20 Uhr, Samstag 9 – 12 Uhr
13.5./ 24.5./ 4.6.2010 geschlossen.

In- und ausländische Archive, Museen und Privatsammler stellen außerordentlich wertvolle Leihgaben zur Verfügung. Die ältesten Dokumente aus dem 16. Jahrhundert verdanken wir dem Familienarchiv des Barons von Fürstenberg. Besonders reizvoll sind die handgemalten Karten der Region aus dem französischen Militär-archiv Vincennes in Paris, die den authentischen Schilderungen eines Zeitzeugen des Siebenjährigen Krieges auf Schloss Lembeck gegenübergestellt werden. Das Begleitprogramm und die Ausstellung sollen die Kenntnis und das Verständnis für die deutsche und die französische Kultur, besonders bei Jungendlichen, fördern und Interesse für Geschichte wecken. Zur Ausstellung erscheinen ein zweibändiges Begleitbuch sowie ein Katalog über das Gesamtprojekt.