Zum Fliegen braucht man auch
kleine Federn

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das fremde und das eigene


Menüknopf



Die Ausstellung „Bochum – das fremde und das eigene“ ist Teil des für das Kulturhauptstadtjahr entwickelten Kooperationsprojektes der Archive des Ruhrgebiets, das inzwischen von der Ruhr2010 GmbH angenommen wurde. Unter dem Obertitel

„Fremd(e) im Revier“

bereiten die Archive dezentrale Ausstellungen vor, die im Laufe des Jahres 2010 zu unterschiedlichen Zeitpunkten eröffnen. Die Bochumer ist ein Ankerpunkt des Projektes. Hier findet im April 2010 die zentrale Eröffnung statt.


Die Zeichnung von Valerian Lopatto zeigt das Zwangsarbeiterlager in Linden auf dem heutigen Sportplatz an der Hasenwinkeler Straße (In der Hei). Im Hintergrund ist die ev. Kirche Linden, damals noch mit spitzem Turm, zu sehen.

Betrachtung von Geschichte/Vergangenheit macht nach meinem Verständnis doppelt Sinn:
Sie bietet die Chance, Zukunft im
Sinne des Menschseins
besser zu gestalten.
Sie bietet aber auch die Chance, sich von unterdrückerisch wirkenden moralischen Bewertungen zu befreien.
Nur ohne die Geißel der Schuld läßt sich mit Verantwortung gestalten, was Menschen und ihren Gemeinschaften dient.

Menüknopf

Ruhrgebiet

"Nicht ohne
Tränen und Schmerzen
erinnere ich mich!"


Thementag zu Zwangsarbeitern in Bochum
Auftakt des Begleitprogramms der Bochumer Ausstellung
„Bochum – das fremde und das eigene“


Samstag, 15. Mai 2010, ab 12.00 Uhr


Unter dem Motto "Nicht ohne Tränen und Schmerzen erinnere ich mich!" eröffnet das Bochumer Stadtarchiv – Zentrum für Stadtgeschichte am kommenden Samstag sein umfangreiches Begleitprogramm zu der Ende April eröffneten Ausstellung „Bochum – das fremde und das eigene“.

Der Thementag zu Zwangsarbeit und ZwangsarbeiterInnen in Bochum beginnt mit einer beeindruckenden szenischen Führung durch das 1942 gebaute, heute unter Denkmalschutz stehende Zwangsarbeiterlager in Bochum-Gerthe, damals der Zeche Lothringen zugehörig. Das in Deutschland einzigartige Denkmal wird hier mit theatralischen Mitteln inszeniert.

Der zweite Teil des Tages greift das Nebeneinander von Ausbeutung und Zwangsarbeit in der Zeche Hannover auf. Als Bergwerk der Friedrich Krupp AG war die Zeche in den 1930er und 1940er Jahren ein wichtiger Bestandteil des mächtigen Rüstungskonzerns, der die deutsche Wehrmacht mit Waffen und Kriegsgerät versorgte und ab 1943 Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter einsetzte.

Am Nachmittag konzentriert sich eine Führung durch die Ausstellung „Bochum – das fremde und das eigene“ im Bochumer Stadtarchiv – Zentrum für Stadtgeschichte auf das Thema „Zwangsarbeit“. Über 32.000 Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter waren von 1939 bis 1945 in Bochum nicht nur in der (Rüstungs-)Industrie und im Bergbau, sondern auch bei der Reichsbahn, im Baugewerbe, in der Landwirtschaft, in Handwerksbetriebe, städtischen Verkehrsbetrieben, der Gastronomie, der Stadtverwaltung, Kirchen und Privathaushalten beschäftigt.

Theatralisch wie der Tag begonnen hat, endet er auch: Mit einer Lesung ausgewählter Briefe ehemaliger Bochumer ZwangsarbeiterInnen, gelesen vom Intendanten des Bochumer Schauspielhauses Elmar Goerden. Denn Bochum hat, dank der privaten Initiative Bochumer BürgerInnen seit den 1980er Jahren, früh den Kontakt mit den in Bochum zwangsbeschäftigten Menschen aufgenommen und ihre Erinnerungen an diese Zeit zusammen getragen.

PROGRAMM

12:00 Uhr: Szenische Führung durch das ehemalige Zwangsarbeiterlager und Wohnprojekt Gerthe
Treffpunkt: Gewerkenstraße 12, Bochum-Gerthe
Kosten: 3,50 EURO

14:30 Uhr: Orte des Zwangs. Themenführung rund um die Zeche Hannover
Treffpunkt: Zechenvorplatz, Günnigfelder Straße 251, Bochum- Hordel
Kosten: 2,50 EUR

16:00 Uhr: Themenführung durch die Ausstellung "Bochum - das fremde und das eigene"
Anschließend, 17:00 Uhr: Lesung mit dem Intendanten des Bochumer Schauspielhauses Elmar Goerden: "Nicht ohne Schmerzen und Tränen erinnere ich mich". Briefe Bochumer Zwangsarbeiter.
Treffpunkt: Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte, Wittener Straße 47, Foyer
Kosten: 2,50 EURO

Eine Zusammenarbeit des Bochumer Zentrums für Stadtgeschichte mit dem LWL-Industriemuseum Zeche Hannover und dem Verein "Bewahren durch Beleben" e.V. Die Ausstellung „Bochum – das fremde und das eigene“ ist Teil des großen Ausstellungsprojektes „Fremd(e) im Revier!?“ (www.ruhr2010.de/fremde-im-revier)

Information:
Bochumer Stadtarchiv – Zentrum für Stadtgeschichte, Telefon: 0234/910-9510, E-Mail stadtarchiv@bochum.de [mailto:stadtarchiv@bochum.de]

bochum.de schreibt:

Über 13 Millionen Menschen aus allen Teilen Europas arbeiteten während des Zweiten Weltkrieges im Deutschen Reich. Eingesetzt wurden sie überall dort, wo kriegsbedingt
Arbeitskräftemangel herrschte - folglich in fast allen Wirtschaftszweigen. Es handelte sich vor allem um ausländische Zivilarbeiter und Kriegsgefangene. Dazu kamen deutsche und ausländische Häftlinge aus Konzentrations- und Arbeitserziehungslagern. In Bochum gab es über 32.000 Zwangsarbeiter. Ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen wurden im Wesentlichen durch die Rassenideologie der Nationalsozialisten bestimmt. Untergebracht waren sie zumeist in den circa hundert über das Stadtgebiet verstreuten Kriegsgefangenen- und Zivilarbeiterlagern. Im Rahmen der Ausstellungen „Bochum - das fremde und das eigene“ im Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte und „Fremde Impulse“ des LWL- Denkmalamtes auf der Zeche Hannover sowie der Aktivitäten des Vereins „Bewahren durch Beleben“ e. v. in Bochum-Gerthe widmet sich ein ganzer Tag mit verschiedenen Angeboten diesem Thema.

LWL Startseite

Leider fand ich diesen Termin bei bochum-alternativ zu spät:

Samstag, 24.April 2010
Bochum im Nationalsozialismus
Schwerpunktthema: Zwangsarbeit undZwangsarbeiterlager in Bochum –Stadtrundfahrt per Rad.
Während diese etwa 4-stündige Radtour machen Station an den
früheren Standorten der KZ-Außenlager und auf den Geländen der
ehemaligen Zwangsarbeiterlager. Ausgangspunkt ist der Springerplatz.
Weitere Stationen sind u. a. das Gelände des Bochumer Vereins,
der Kommunalfriedhof in Altenbochum und als Endpunkt das
Wohnprojekt Gerthe, auf dessen Gelände sich während des Zweiten
Weltkrieges ein Zwangsarbeiterlager befand. Dort werden
wir an einer Führung teilnehmen und mit Mitgliedern des Vereins
„Bewahren durch Beleben“ sprechen.