Zum Fliegen braucht man auch
kleine Federn

Wohlbefinden

Streifzüge - Bochum
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Karfreitag

2. April 2010

Für Menschen gibt es "Sternstunden", und ich glaube, am Freitag hatten wir einige davon, nahtlos aneinander gereiht. Wir hatten ein Ziel, den Botanischen Garten zu besuchen, aber auch das Ziel, einen Weg zu gehen im Sinne, unterwegs zu sein. Oft machten wir die Erfahrung, dass Ziele, die wir uns ausdachten, nicht die Ziele waren, die wirklich auf uns warteten.

Auch unserer Karfreitagsweg bestand aus mehreren "Zielen". Ob wir sie fanden, oder sie uns, was spielt das für eine Rolle, wenn die Ernte des Weges eingefahren ist. Und es spielt keine Rolle mehr, im Lärm und Gestank der Blechlawinen gefahren zu sein, wenn man ein Veilchen im Gras leuchten sieht. Klar muss man einen "Preis" bezahlen, etwas leisten, etwas aushalten - klar muss man in seinem Inneren und auch im Außen einige Voraussetzungen für sich schaffen, um finden zu können, wovon man nicht weiß, dass man es braucht.

Wer suchet, der findet?
Ich glaube, das erste Suchen muss im Innersten beginnen. Es beginnt mit der Erkenntnis, das in sich selbst alles ist, in dem Sinne, dass dort potenziell alles sein kann. Wer seine inneren Türen aufmacht, dem öffnen sich auch im Außen Türen; wer seine innersten Geheimnisse offenbaren möchte, dem erschließen sich auch Geheimnisse in seiner Außenwelt; wer seine inneren Hemmungen überwinden will, der wird auch mit den Hindernissen des Weges fertig.

Kleiner Hinweis! Bilder mit diesem         sind als Galeriebild angelegt.

Unser Start verlief nicht gerade programmgemäß. Erst begegneten wir der schwer kranken Frau unser...


Susannes Intuition, so mag ich das nennen, brachte uns eine Menge Freude und einige Bilder, die ihr vielleicht in der Jahresgalerie wieder finden werdet.

Ich glaube, viele Menschen klagen über ihren Weg, und ich glaube auch, dass nur wenige wissen, dass sie mit ihrem Klagen schon am Ziel sind.

Über diese Bild kann man sich Gedanken machen. Die "Informationen", die VOR dem Zusammentreffen der beiden Strahle zu sehen sind, scheinen AUS dem Zusammentreffen entstanden zu sein.

Ich glaube, viele Menschen klagen über ihren Weg, und ich glaube auch, dass nur wenige wissen, dass sie mit ihrem Klagen bereits am Ziel sind - sichergestalten sie damit Gegenwart.


An einer Weggabelung entschied ich links - das war's dann auch. Eine riesige Kastanie vesperrte uns die Weiterfahrt mit Eindrücken, die auch Mütter, das denke ich gerade, mit ihren kleinen Kindern haben könnten:

Werdendes.


Wer gen Himmel schaut, wird einiges Spannendes entdecken. Leben breitet sich aus, Dynamik, Erwartung, Offenbarung.

Aber auch wer auf den Boden schaut und dort das Vergangene als eine Botschaft zu deuten versteht, wird, wenn er das Wesen von Entwicklung versteht, auch "wissen" oder erahnen, was sich im "Himmel" abspielt.

Die Forsythie links wächst bei der Kastanie, wild, niemand "kümmert" sich um sie.
Den Strauch rechts fotografierte ich unterwegs an einem ziemlich steilen Berg Richtung Ümminger See, sonnendurchflutet in einem Garten.

Susannes Blick. Ich halte es für eine große Fähigkeit, sowohl Aufmerksamkeit auf das kleinste Detail zu richten, als auch das Ganze wahrzunehmen. Für mich ist das Ausdruck einer Ganzheit, genauer gesagt, ein sich darstellendes umfassendes Bewusstsein.

Susannes Blick.
Er richtete sich hier nicht auf das offensichtlich Schöne.

Kleine Anmerkung
Mag man sich im Angesicht dieser sich im Vergehen befindenden Blüten fragen, ob man wirklich für jede Falte im Hemd das Bügeleisen bemühen muss.
Wen es interessiert: wir bügeln beide nicht, NIE.














   Konjunktur am Ümminger See


Auf der anderen Seite der Uni- Straße wollte ich mal einen Weg fahren, den ich auf der Fahrt zum Zahnarzt entdeckt hatte. Er führte uns direkt in ein kleines Paradies.


Vor ein paar Tagen entdeckte Susanne am Wegesrand
Veilchen. Meine Bilder wurden nicht so gut, und auch heute war wieder sie es, die die kleinen Schönheiten perfekt fotografierten konnte.
Ob Blumen auch Menschen mögen?

Über unseren Besuch in der Uni gibt es ebenso eine Extraseite, wie über den Botanischen Garten.

Über unseren Rückweg gibt's nicht mehr viel zu erzählen. Lustig fand ich, dass, als wir man gerade das Gelände des Botanischen Gartens verlassen hatten, sofort anhalten mussten, um in einer Bachniederung eine mir unbekannte Pflanzen zu fotografieren.


Der Knüller des Tages war natürlich der "echte" Hase. Susanne sagte: "Da sitzt ein roter Hase". Jedenfalls hatte ich das verstanden, und ich brauchte eine Sekunde "Bedenkzeit", bis ich für eine offensichtliche Fata Morgana bremste. Üblicherweise fragen wir uns bei derartigen Gelegenheiten: "Hast du was genommen?", aber dafür hatte ich gar keine Zeit: Er saß da!
Nun, wer an der Echtheit unserer Begegnung der besonderen Art zweifelt - es gibt ein Bild, als er begann, sich aus dem Gebüsch zu machen.

Eigentlich wollte ich hier nur noch eines unserer Schwanenbilder zeigen, aber ich mache auch dafür eine Extraseite - die Fotos sind einfach zu schön, um sang- und klanglos in einer Ablage zu verschwinden.

Kurz hinterm Kemnader See bannte mich ein Seeblick, und mit dem beende ich unseren Bericht von einer mit schönen Bildern erfüllten Radtour durch Bochum.

Menüknopf
Schwäne am Kemnader See

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