Als wir den Namen "Schwiegermuttersitz" auf die Kakteen-

startseite schrieben, war von einem solchen Kaktus nichts in Sicht. Als wir über ebay einen Grusonii ersteigerten, war ich zwar begeistert, aber schnallte gar nicht, dass das nun endlich der Schwiegermuttersitz ist, über den ich bereits vor Monaten schreiben wollte. Nun steht er hier schon drei Wochen, und jetzt komme ich zum Schreiben.

Der Schwiegermuttersitz (Echinocactus grusonii) ist ein

Zimmer-pflanzen-Klassiker und zählt zu den beliebtesten Kakteen. Ursprünglich beheimatet ist er in Zentralamerika. Ältere Exemplare können über einen Meter hoch und ca. einen Meter breit werden. Seine kräftige Bestachelung war wohl  - zusammen mit dem althergebrachten Vorurteil gegen die "böse Schwiegermutter" der Grund für die volkstümlichen Namen dieser Pflanze: Schwiegermutterstuhl oder Schwiegermutter-sessel. Auch Goldkugelkaktus wird er genannt und die Asiaten haben den Brauch, einen solchen Kaktus mit gelben Stacheln als Glücksbringer für das neue Jahr zu verschenken. Dieser dekorative Kaktus ist auch für Anfänger geeignet.

Der Schwiegermuttersitz mag es gerne sonnig und hell. Neu

gekaufte Exemplare müssen jedoch erst langsam an die direkte Sonne gewöhnt werden. Halbschatten wird toleriert, führt jedoch nicht zu einem schönen und kräftigen Kaktus. Übersommern kann der Schwieger-muttersitz an einem vor Regen geschützten Platz im Garten oder auf dem Balkon.

Der Echinocactus grusonii liebt es warm, idealerweise liegen

die Temperaturen während des Sommers zwischen 22 und 30 Grad. Überwintert werden kann er warm, aber auch kühl, bei Temperaturen zwischen 10 und 15 Grad. Er sollte jedoch auch dann möglichst hell platziert sein.

Gegossen wird angepasst an die Temperatur. Man giesst am besten in den Untersetzer und zwar solange, bis keine Feuchtigkeit mehr aufgenommen wird. Zurückbleibendes Wasser muss anschliessend entfernt werden, denn Staunässe verträgt der Schwiegermuttersitz nicht. Bis zur nächsten Wassergabe darf die Erde komplett aus-trocknen. Bei gemässigten Temperaturen und während des Winters erhält er nur schluckweise Wasser.

Gedüngt werden kann der Goldkugelkaktus während des Sommers alle vier Wochen und bei einer warmen Überwinterung alle sechs bis acht Wochen, mit Kakteendünger in der halben Konzentration. Bei einer kühlen Überwinterung ist keine Düngergabe notwendig.

Quellen
Gröner, G.; Götz, E.: Schöne Kakteen. Stuttgart 1998
zimmerpflanzerl.de

Zum Fliegen braucht man auch kleine Federn

Echinocactus grusonii

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