Zum Fliegen braucht man auch kleine Federn

Wohlbefinden

Heilkräuter
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Zinnkraut-Ananas-Tee
2 g Schachtelhalmkraut
150 ml Wasser
1 TL Minzblättchen
100 g Ananas-Fruchtfleisch

Zubereitung
Das Schachtelhalmkraut (Zinnkraut) mit dem sprudelnd kochendem Wasser aufgießen und ca. 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Die frischen Minzblättchen und das frisches Ananas- Fruchtfleisch fein würfeln, mit dem Tee in einen Mixer geben oder in einem hohen Rührbecher mit dem Pürierstab fein zerkleinern. Tee sofort schluckweise genießen.



















Und für die Damen eine Info:

Kieselsäure ist der Stoff, der den Ackerschachtelhalm in der Naturkosmetik interessant macht. Denn Kieselsäure ist wichtig für den Aufbau von Knochen, Zähnen, Finger- und Fußnägeln wie auch der Haut. Sie wirkt festigend auf das Bindegewebe. Die Haut wird gestrafft und die Durchblutung verbessert. Kieselsäure wirkt außerdem adstringierend - also zusammenziehend und die Poren verengend -, hat positiven Einfluß auf entzündliche und unreine Haut; sie hilft sogar bei Akne.



Galerie
"Feenwald"

Schachtelhalm / Ackerschachtelhalm

Im letzten Jahr war Ackerschachtelhalm unser Thema. Wir

pflückten ihn, um einen Kaltauszug zur Düngung unserer Orchideen herzustellen. Könnte sein, dass wir auf unseren Orchideenseiten darüber schrieben, aber die Seiten gingen ja allesamt verloren. Nun geht's aufs Neue los mit einer Pflanze, die zur Anwendung vor allen Dingen eines braucht: man muss sie vom Sumpfschachtelhalm unterscheiden können. Schauen wir mal.

Wellness-gesund schreibt:

Der Acker-Schachtelhalm zählt zur Familie der Schachtelhalmgewächse. Er überwintert mit seiner tiefen, im Boden kriechenden, rötlichen bis schwarzen Grundachse. Aus dieser wachsen meist einjährige Sprosse mit jeweils einer endständigen Ähre. Sie wird von kurzen, schildförmigen, gestielten Sporangienträgern gebildet. Auf der Unterseite jedes Sporangienträgers sitzen 6 sackartige Sporenbehälter (Sporangien). Die durch Haftfäden zu Gruppen vereinigten Sporen werden durch den Wind verbreitet. Jede Spore entwickelt sich zu einem kleinen, grünen, unregelmäßig gelappten Vorkeim (Prothallium), mit entweder männlichen oder weiblichen Geschlechtsorganen. Die männlichen Geschlechtszellen schwimmen bei ausreichend vorhandenem Wasser zu den weiblichen Eizellen und befruchten sie. Aus dem Keim entwickelt sich ein neuer Schachtelhalm. Der Wurzelstock treibt nach der Sporenreife der Assimilation dienende, bis zu 40 cm hohe sechs- bis neunzehnrippige Sprosse. Diese bestehen aus gestreckten, hohlen Gliedern, die an den Nodien durch eine Querwand voneinander getrennt sind. Die einnervigen, quirlig an den Schaftknoten stehenden Blätter, sind zu einer am Stengel anliegenden Scheide verwachsen.
Sporenreife: März bis April
Sammelgut: Kraut
Sammelzeit: Mai bis August

Was diese Informationen mit Wellness zu tun haben? Schauen wir mal weiter. Bei Heilpflanze fand ich diesen Text:

Bekannt ist die Pflanze durch den fruchttragenden Frühjahrswedel, der von ahnungslosen Wanderern oft mit Pilzen verwechselt wird. Der Sommerwedel gleicht einem Miniaturtannenbaum. Vieles in der Biologie der Schachtelhalme ist aussergewöhnlich. So auch seine Wirkstoffe wie Kieselsäure, Glykosid, Gerbstoffe, Saponin (Equisetonin), Eisen, Mangan, Aluminium, Magnesium, div. Flavonide und Palustrin, die blutstillend (auch bei Nasenbluten), harntreibend, narbenbildend, für die Haut aufbauend und für den Körper mineralienzuführend sind. Pfr. Kneipp betrachtete ihn als „unersetzbar und unschätzbar“. Nur Bambou hat noch mehr pflanzlich gebundene Kieselsäure (siehe Bambou tabashir). Im Wechsel mit Bambus kann der Körper wunderbar remineralisiert werden, worauf besonders ältere Menschen achten sollten. Die Sprossteile wirken stark harntreibend bei Harnwegs- und Prostataleiden, beruhigen auch die Schleimhäute der Harnwege, helfen bei Bettnässen und Hautproblemen. Geerntet wird während der ganzen Wachstumszeit. Der Absud sollte mind. 15 Min. oder noch länger gekocht werden, um die wichtigsten Wirkstoffe freizusetzen. Besonders hier empfiehlt sich die Kapsel, denn das Pulver der Pflanze ist fein zerrieben, unvermischt und in reiner Form darin enthalten.

Na, das ist doch schon etwas Genaueres. Der Kräuter-Almanach schreibt zu

Geschmack und Verwendung in der Küche:
In der Küche findet der Ackerschachtelhalm (Equisetum arvense) Verwendung. Die im Frühjahr erscheinenden fruchtbaren (sporangientragenden) Sprosse (gelbliche bis rotbräunliche Färbung) sollen ähnlich wie Spargel zuzubereiten sein. Aus den anschließend erscheinenden sterilen grünen Trieben lässt sich Tee zubereiten. Schachtelhalmtee ist zwar vor allem als Arzneitee bekannt, ist aber durch seinen angenehm milden Geschmack auch als bekömmliches Getränk im Rahmen einer gesunden Ernährung zu verwenden.

Auf der Seite von gesundheits-pro werde ich an den anderen Namen für den Ackerschachtelhalm erinnert:

Der heißt übrigens auch Zinnkraut, denn mit ihm wird das Metall wieder blitzblank. Aufgrund des hohen Gehalts an Kieselsäure wirkt der Acker-Schachtelhalm als eine Art "pflanzliches Schmirgelpapier."

Zur Geschichte erfährt man dort:
Schachtelhalme gehören zu den ältesten Gefäßsporenpflanzen der Welt: Vor knapp 400 Millionen Jahren entwickelten sich diese Gewächse – mit damals baumgroßen Trieben. Aus deren Überresten, sowie weiteren Arten, entstand die Steinkohle, die zu einem der wichtigsten fossilen Brennstoffe wurde. Überbleibsel dieser uralten Pflanzengruppe ist, neben weiteren Vertretern, der Acker- Schachtelhalm.

Aha, dann wuchs diese Pflanze bzw. der Baum damals also auch im Ruhgebiet, also hier. Na ja, als letzte Information liefere ich den Preis für 100 Gramm Ackerschachtelhalm im Ostfriesischen Teehaus: 1,60 Euro. Da gehen wir doch besser wieder auf einen unserer Streifzüge.

11. März 2009

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