Wolfgang

Hobbys



Zum Fliegen braucht man auch kleine Federn

_________________________________________________________________________________________________...

Radfahren - Sicherheit

    19. Januar 2010


Wie ich es schaffte, unbeschädigt durch die über zwanzig Jahre des Radfahrens zu kommen? Im Rückblick sage ich ganz ehrlich: mit viel Glück. Bewusstsein über sicheres Fahren hatte ich jedenfalls gleich Null, allerdings einige Qualitäten, auf die wir noch zu sprechen kommen. Sicherheit beginnt natürlich beim Fahrrad. Wenn das nicht technisch-mechanisch top in Schuss ist, hilft die beste Sicherheitsausstattung nichts. Wer sich unsicher ist, sollte unbedingt Rat im FahrradFACHgeschäft holen. Hier soll es vordergründig nur um die Sicherheit gehen, die der Fahrer für den Weg mitbringen sollte - und kann!

I. Fitness
Wichtig wie in fast allen Lebensbereiche ist die Einstellung, mit der ein Mensch die verschiedenen Bühnen des Lebens betritt. Im Wesentlichen geht es, vielleicht werdet ihr lachen, um Kontrolle.  Wer die Straße wählt, muss mit Gefahren, mit ganz konkreten Gefährdungen rechnen. Für einen Radfahrer sind die um einiges schwerwiegender und anderer Art, als für Autofahrer oder Fussgänger.  Und ganz pauschal möchte ich meine Einstellung sagen: Freude beim Fahren habe ich erst dann, wenn ich es mit dem nötigen Ernst tue. "Was bedeutet mir Ernst"?

1. Körperliche Fitness
Fahren ohne Alkohol, das nenne ich mal zuerst. Promille reduzieren die Wahrnehmungs- und Reaktionsfähigkeit, teils erheblich. Klar wohl, dass wir keine Touren fahren, die über unsere Kondition geht; klar, dass wir bei der Länge einer Tour auch den Rückweg, die Zeit wegen der Dunkelheit und auch den Schwierigkeitsgrad berücksichtigen. Klar auch, dass wir uns vor und während einer Radtour nicht den Bauch mit Essen voll stopfen, klar, dass wir Pausen machen und in einem gemäßigten Tempo fahren, denn: Erschöpfung vermindert die Aufmerksamkeit. Für uns selbstverständlich, dass wir so oft fahren, wie es eben geht - das hält Muskeln und Gelenke fit und schafft Kondition.

2. Geistig-mentale Fitness
Wer Rad fährt, um Emotionen abzureagieren, ist meiner Meinung nach schlecht beraten. Man sollte nicht mit "schrägen" Gedanken und ohne Aufmerksamkeit fressende Erregungen (z.B. Wut, Trauer) aufs Rad steigen. Derartiges "Gepäck" sollte man vorher weg schmeißen. Mir hilft da ein kleiner Trick. Ich sage mir, das Erlebte ist als Ergebnis bereits schlimm genug - da hilft nur Loslassen und sich auf das "gute Kommende" besinnen.
Wir Radfahrer brauchen nicht nur unsere fünf Sinne - ein sechster Sinn, den ich Intuition nenne, ist manchmal notwendig, um nicht einschätzbare Situationen meistern zu können. Dieser Sinn entwickelt sich beim Fahren, beim "Erfahren".
Objektiv wichtig ist die Vermeidung von Risiko. Das bedeutet nicht, wie ein Angsthase durch die Gegend zu schleichen: Unübersichtliche Ecken brauchen Langsamfahrt. Da gilt die alte Regel: Langsamer ist oft schneller!

3. Soziale Fitness
Ein Punkt beim Radfahren, der (leider) oft übersehen wird. Ich spreche hier insbesondere von Rücksichtnahme. Die sollte für alle Schwächeren Verkehrsteilnehmer gelten: Kinder, ältere Menschen, Fussgänger. Auch sollten andere Menschen nicht durch dichtes Vorbeifahren körperlich bedrängt oder erschreckt werden. Mir gilt darüber hinaus die Regel, nicht mit Gewalt auf mein Recht zu pochen - bin also immer bereit zu bremsen. Ja, beim Radfahren möchte ich zwar auch ein Stück Freiheit genießen, aber - nicht auf Kosten anderer!


II.  Sicherheits-Ausstattung
Die betrifft einerseits das Fahrrad, andererseits den Radfahrer.

Das Fahrrad
sollte mindestens verkehrssicher ausgerüstet sein. Dazu gehören eine Klingel, Reflektoren und eine vordere und hintere Beleuchtung. Klar und absolut wichtig ist das Funktionieren BEIDER Bremsen. Die Bremsbeläge sind Verschleißteile und sollten rechtzeitig gewechselt werden. Faßt die Bremse nicht mehr richtig greifen oder gar Geräusche machen, hilft eine kleine Einstellung am Bremshebel - im Zweifel ist ein Besuch der Fahrrad-FACHwerkstatt dran. Klar auch, dass am Rad nichts quietschen und klappern sollte, klar auch, dass das Fahrrad richtig beladen und nicht überladen werden sollte.

Der Radfahrer
ist ein "guter", wenn er alles in seiner Macht Stehende tut, um Unfälle zu vermeiden. Dazu gehört auch seine Kleidung, z.B. keine flatternden Kleidungsstücke und keine dunkle Kleidung zu tragen. Reflektoren als Klettband an Beinen und Armen sind hilfreich, auch ein Fahrradhelm hat manch Schlimmeres verhindern können, wenn Unvermeidliches eintrat.

Meine Ansätze sind sicher nicht vollständig, aber sollten Anregung geben können, das Notwendige und das Beste für sich und Andere tun zu können.
Gute Fahrt!

01. Sicherheit
Gesund werden, gesund bleiben 01. Sicherheit
Gesund werden, gesund bleiben
01. Sicherheit
Gesund werden, gesund bleiben
04. Touren
Planen, vorbereiten und fahren
02. Fahrverhalten
Umsicht - Selbstbewusstsein 02. Fahrverhalten
Umsicht - Selbstbewusstsein
02. Fahrverhalten
Umsicht - Selbstbewusstsein
03. Pflege und Wartung 03. Pflege und Wartung
03. Pflege und Wartung
Fahrrad Startseite
05. Sicherheit
Fitness von Rad und Fahrer
Hobby Startseite
Menüknopf