Zum Fliegen braucht man auch kleine Federn

Große Geister

Krishnamurti
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7. August 2009

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große Geister



Der Wert einer Beziehung zeigt sich nach meiner

Erfahrung auch darin, welche "Freunde" man einbringt. Susanne kam vor ein paar Tagen mit einem Buch von Jiddu Krishnamurti nach Hause. Viel unterhielten wir uns nicht über den Mann, aber mein Interesse war geweckt und ich beschloss, ein paar Informationen zu sammeln. Erste fand ich unter diesem Link.


Hier der Textbeitrag von der Seite, den ich sehr gut fand. Ja, und ich las auch ein paar der Zitate. Die sind zwar auch gut, aber ich emphehle sie nicht als den Einstieg sich mit dem Geist Krishnamurtis vertraut zu machen.

Am Tag nach seiner Geburt (12. Mai 1895, Madanapalle in Indien) wurde dem Brahmanensohn Krishnamurti von einem indischen Astrologen prophezeit, er werde ein großer Lehrer werden, jedoch erst nach Überwindung gewaltiger Hindernisse. Treffender hätte man Krishnamurtis Leben auch nach seinem Tod nicht beschreiben können.

Die prophetischen Gaben des Shri Krishna, der nach einer Hindu-Tradition als achtes Kind "Krishnamurti" (= wiedergeborener Krishna) genannt wurde, hatten sich bald herumgesprochen. So wurde er im Alter von 14 Jahren von den britischen Theosophen Leadbeater und Besant "entdeckt" und drei Jahre später zur Ausbildung nach England gebracht. Dort versuchte man, ihn in die theosophische Gesellschaft einzubinden.

Zehn Jahre später sagte sich Krishnamurti nicht nur von den Theosophen los, sondern wurde zu einem radikalen Kritiker aller religiösen Gemeinschaften. Er lehnte jede Autorität in Glaubensfragen ab und erklärte, dass nur der einzelne Mensch den Schlüssel zur Befreiung in sich trage und niemand ihm diesen Schlüssel überreichen könne.

Krishnamurti lehnte nicht nur Glaubensgemeinschaften ab, sondern auch sämtliche Glaubenssysteme mit ihren Regeln und Kulten. Das namenlose Wahre erschließe sich jedem Einzelnen nur in einer meditativen Haltung, die auf Regeln und Meditationssysteme verzichtet. Die heiligste Erfahrung, die ein Mensch in der Meditation machen könne, sei die Einheit von "Ich" und "Du", das heißt LIEBE im Sinne des vedischen "tat twam asi" ( = Das bist Du).

Die meisten Gedanken Krishnamurtis sind durch seine zahlreichen Reden und Gespräche überliefert. Obwohl er mit zunehmendem Alter mehr und mehr die Öffentlichkeit scheute, beeindruckte er durch eine charismatische Überzeugungskraft seinen erlesenen Zuhörerkreis, zu dem so bedeutende Persönlichkeiten gehörten wie Bernard Shaw, Aldous Huxley, Joseph Campbell, Fritjof Capra und David Bohm.

Aus folgenden Gründen bin ich davon überzeugt, dass sich Krishnamurtis Gedanken im 21. Jahrhundert noch weiter verbreiten werden, als dies zu seinen Lebzeiten der Fall war:

1. Alle Gedanken Krishnamurtis basieren kristallklar auf der dem unvoreingenommenen Beobachten abgerungenen Fundamentalprämisse der philosophia perennis. Diese besagt, dass der Kosmos ein raumzeitloses einheitliches Kontinuum ist, das sich dem unbegrenzten Bewusstsein als solches offenbart, während es dem begrenzten Bewusstsein als in Raum und Zeit, Geist und Materie, Subjekt und Objekt aufgespaltene Dualität erscheint.

2. Krishnamurti hat diese Einheit sowohl intuitiv erfasst als auch beobachtend wahrgenommen sowie geistig durchdrungen.

3. Es ist dem Autor gelungen, seine Weisheiten auf einfache und verständliche Weise auszudrücken und Wege aufzuzeigen, wie sie im alltäglichen Leben praktiziert werden können.

4. Durch sein radikales Bekenntnis zur geistigen Freiheit des Einzelnen zeigt er auch praxistaugliche Wege auf, wie man sich aus den Fesseln instrumentalisierender Institutionen befreien kann, ohne Weltflucht zu betreiben.

5. Krishnamurti ist es gelungen, eine Brücke zu schlagen zwischen den mystischen Einheitslehren und den modernen Wissenschaften wie etwa Psychologie, Soziologie und Quantentheorie. Hier ist der Autor seiner Zeit ebenso weit voraus wie diejenigen, die die Quantentheorie verstanden haben, gegenüber denjenigen, die noch dem newtonschen Weltbild verhaftet sind.
In seinem Buch Das neue Denken schreibt Fritjof Capra:
«Das Problem, das Krishnamurti für mich in Zen-Manier mit einem Streich gelöst hatte, ist genau das der meisten Physiker, wenn sie mit Ideen mystischer Überlieferungen konfrontiert werden: Wie kann man das Denken transformieren, ohne der Wissenschaft untreu zu werden?»

Krishnamurti wird keinen Menschen über die "Straße" tragen, aber er hilft dabei zu erklären, was eine Straße ist, und was man tun kann, um sie zu finden und sie zu verstehen.

Menüknopf
Zitate - Aphorismen

Ich mag Menschen, die klar denken können, und das mit dem Herzen tun und ihren Verstand benutzen:

"Alle Ideologien, ob religiöse oder politische, sind idiotisch, denn es ist das begriffliche Denken, das begriffliche Wort, das die Menschen auf so unglückliche Weise gespalten hat".

Ich mag Menschen, die nicht Wissen mit Wahrheit - und Wahrheit und Wirklichkeit verwechseln:

"Also sind wir Menschen im Innern verletzt, und aus diesen Verletzungen entstehen neurotische Aktivitäten - aller Glaube ist neurotisch, Ideale sind neurotisch".

Ich mag Menschen, die wirklich etwas vom Leben verstanden haben, und in der Lage sind, ihre Erfahrungen in klaren Worten zu beschreiben:

"Intelligenz, die voll erwacht ist, ist Intuition, und Intuition ist die einzig wahre Führung im Leben".

Jede Form von Ehrgeiz, sei sie spirituell oder weltlich, bringt Furcht und Angst hervor. Ehrgeiz hilft deshalb nicht, einen Geist hervorzubringen, der klar, einfach, direkt und infolgedessen intelligent ist.